(Pressemeldung) Nachdem der international renommierte Industrieofenspezialist Hofmann Wärmetechnik Ende August zur Insolvenz gezwungen wurde, wurde nun Entwarnung gegeben: Das von
Pure Investments, einem auf inländische KMU spezialisierte Restrukturierungsinvestor, überzeugte Gläubiger und Industriekunden mit einer Kombination aus finanzieller und technischer Verpflichtung.
"Mit Hofmann haben wir ein echtes Juwel in der österreichischen KMU-Landschaft gesichert", sagt Dr.
Ulrich Kallausch, Partner bei Pure Investments. Als Technologielieferant für große Unternehmen wie Audi, Evonik, Airbus, iSi Automotive, AMAG, voestalpine, Tyrolit und MIBA spielen Hofmann-Öfen eine Schlüsselrolle in ihrem Nischenmarkt hinsichtlich der Produktqualität. "Die speziellen Öfen, die auf spezifische Anforderungen zugeschnitten sind, optimieren die Härte, Festigkeit und Zähigkeit der Materialien", sagt
Thomas Pleli, Partner bei Pure Investments, und beschreibt die technische Bedeutung für die Endprodukte. Das Unternehmen entwickelt Lösungen, die von Tieftemperaturtrocknung für das Aushärten von Fasern bis hin zum Hochtemperatur-Annealing aller Arten von Materialien reichen. "Die Komponenten werden in sicherheitssensiblen Bereichen wie Luftfahrt, Verteidigung und dem E-Mobilitätssektor eingesetzt, wo besonders leichte und hochfeste Strukturkomponenten benötigt werden. Deshalb ist ein großer Teil relevanter Expertise detailliert vernetzt, und die Integration der thermischen Ingenieurslösung in die Fertigungsprozesse des Kunden ist sehr tiefgehend." Die Kunden zeigten daher großes Interesse an der Fortbestehen dieses zuverlässigen Technologiepartners. "In unzähligen persönlichen Gesprächen mit Kunden wurde Hofmanns außergewöhnliche Lösungskompetenz hervorgehoben", sagt Pleli, der begeistert vom Potenzial des Unternehmens ist.
Die Tatsache, dass bereits Insolvenz eingereicht wurde, erforderte einen schnellen, direkten Dialog mit allen Beteiligten: 'Von Anfang an standen wir in enger Absprache mit Kunden, Hofmann-Führungskräften und Gläubigern.' Der Fortsetzungsplan wurde besonders von der Hauptbank des Unternehmens aus dem oberösterreichischen Raiffeisen-Sektor gut aufgenommen: 'Angesichts unserer Kundenkontakte im Vorfeld des Verfahrens erschien die hohe Rückgewinnchance im Vergleich zum vollständigen Insolvenzverlust attraktiv', sagt Pleli, der sich über den bevorstehenden Neustart HOFMANN Industrieofenbau GmbH freut.
Der Plan ist, mit einem reduzierten Kernteam zu beginnen. Anschließend werden ehemalige Kollegen aus den technischen Abteilungen, Projektmanagement, Entwicklung und Inbetriebnahme nach und nach wieder eingestellt. "Die Erhaltung dieses Fachwissens und das hohe Maß an Identifikation der verbleibenden Belegschaft mit ihrem Unternehmen sind für uns Schlüsselfaktoren im Restrukturierungsprozess."
Um die Krise in eine Chance zu verwandeln, liegt der Fokus auf dem gesunden Kern. Aufbauend auf seinen technischen Stärken soll das Unternehmen neu ausgerichtet werden, um schlank, modern und kundenorientiert zu werden. "Wir werden dies mit einer Mischung aus dem bestehenden Team und einigen neuen Leuten umsetzen", sagt Thomas Pleli von Pure Investments.